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Sommertreffen IG Dunkle Biene in Kiel

    abelius
    Von abelius
    Kategorien: Dunkle Biene

    Sommertreffen am 9. September 2012 in Kiel

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    Liebe Freunde der Dunklen Biene,

    am 9. September 2012 trafen wir Freunde der Dunklen Biene Schleswig-Holstein uns zu unserem Sommertreffen, diesmal auf dem wunderschönen Bienenstand von Heiko in Kiel. Das Wetter war für Anfang September ungewöhnlich schön; Petrus hat uns mit Temperaturen weit über 20 Grad und mit schönstem Sonnenschein ein wirklich schönes Geschenk bereitet. 

    Bei leckerem Kuchen, Kaffee und Tee (danke auch an Katja!) trudelten ab 14:30 Uhr langsam alle Freunde aus ganz Schleswig-Holstein, von Angeln bis Lübeck, in Heikos Garten ein. Es gab viel zu bereden; jeder (r) hatte in diesem merkwürdigen Bienensommer ganz unterschiedliche Erfahrungen sammeln können, einige auch schon mit ihrer Dunklen Biene. So kamen auch ganz unterschiedliche Themen auf den Tisch, von der Dunklen Biene über die Warré-Beute, den Top-Bar-Hive, das Jakobskreuzkraut, die GEDB und die Interessengemeinschaften, Bezugsquellen bis hin zu den Kommunikationsmöglichkeiten und der Vernetzung untereinander. Die Zeit hat einfach nicht für alles ausgereicht, und ich glaube, wir hätten noch die ganze Nacht über dies und jenes klönen können. 

    Nun wurde es aber Zeit, mal die Biene zu besichtigen. Heiko konnte dieses Jahr seine Völkerzahl um das Vielfache steigern, und sein Bienenstand ist wirklich wunderschön anzusehen, und vor allem sehr interessant. In den schmucken Holzbeuten konnten wir die Dunkle Biene entdecken, aus Schweden und auch aus Österreich, sowie auch deren Nachzuchten. Besonders interessant waren die "Grams'schen Strohkörbe", so bezeichne ich sie einfach mal, eingepackt in einer Lehm-Lasur, und untergebracht in einem sehr stabilen und dennoch hübschen Korbbienenstand. Das besonders interessante hierbei waren die hohen Unterböden aus Holz, in denen sowohl die Fütterung wie auch die Varroabehandlung möglich ist. Eine tolle, wirklich neue Methode der Korbbienenhaltung

    Fleißig trugen die Dunklen Bienen zu dieser späten Jahreszeit noch viel Pollen ein. Dies ist gerade jetzt der Vorteil der Stadtimkerei, wo die Bienen praktisch bis zum Frost immer noch irgendwo etwas finden. Verwunderlich war, dass die Bienen den extra ausgesäten Buchweizen gar nicht beflogen; offensichtlich finden sie derzeit noch viel attraktivere Gartenblumen. 

    Anschließend führte Heiko seine Methode der Bildung eines Freiluftkunstschwarmes vor, mit der er dieses Jahr erfolgreich eine reine Dunkle Biene schwedischer Herkunft einweiseln konnte. An einem über 2m hohen Dreifuß hängt ein stabiles Seil, an dem sich am unteren Ende ein Holzbrett befindet. Zwischengeschaltet ist eine Zugwaage, an der das Gewicht jederzeit abgelesen werden kann. Unter dem Brett wurde die Königin im Zusetzkäfig angebracht; darunter wieder wurden auf einer Unterlage Bienen abgefegt von ca. 8 Brutwaben DN anderthalb. Die Bienen bemerkten die Königin und sammelten sich um den Käfig. Schließlich bildete sich eine echte Schwarmtraube, und die Königin konnte am nächsten Tag zum Ausfressen freigegeben werden. Ein schönes Verfahren, vor allem auch deshalb, da im Zuges des Zusetzen auch gleich ein junges, gesundes Volk gebildet wurde, das bei Fütterung einen Großteil der Waben ausgebaut hat. 

    Anschließend wurden weitere Zusetzverfahren besprochen: Tore konnte mit dem Aufsteckkäfig von der Firma Holtermann dieses Jahr erfolgreich 3 Dunkle Königinnen einweiseln: 2 aus Norwegen und 1 aus Schweden. Bemängelt wurde an dem Käfig von ihm lediglich, dass dieser einen flachen Rand hat, der sich nicht in die Brutwabe "frisst", sondern nur aufliegt. Hier besteht dann die Gefahr, dass die Königin vorzeitig durch einen Randspalt (welche Wabe ist schon völlig eben) befreit wird. Schöner wäre, der Käfig hätte einen scharfen Rand. 

    Danach wurde kurz das Zusetzverfahren mit doppeltem Gitterboden vorgestellt, mit dem ich dieses Jahr erfolgreich 5 reine Dunkle Königinnen aus Schweden zusetzen konnte. Nachteil hier allerdings: viele der Jungbienen nehmen hierbei Schaden, kein wirklich schöner Anblick. Vorteil: auch Altvölker lassen sich auf diese Weise umweiseln, wenn man den Zwischenableger nach einer Woche über Zeitungspapier mit dem Hauptvolk wieder rückvereinigt. 

    Weitere Zusetzkäfige wurden unter die Lupe genommen; hierbei wurde festgestellt, dass hierfür am wenigsten der Iltis-Zusetzkäfig taugt; besser ist hier schon der Nicot-Versandkäfig. Aber keiner dieser Zusetzkäfige bietet eine wirkliche Sicherheit beim Zusetzen. 

    Gegen 18:00 Uhr konnten an Interessierte noch ca. 60 Bienenweidegehölze kostenlos abgegeben werden; es waren verschiedene Weidenarten, Bienenbäume, Götterbäume, Trompetenbäume (Catalpa), Blauglockenbäume (Paulownia), ja sogar Lorbeerbüsche und Korkeichen, die den Besitzer wechselten. 

    Unser Treffen bei Heiko war ein tolles Erlebnis. Vielen Dank an alle Beteiligten, vor allem natürlich an Heiko und Katja für die Vorbereitung und die Verpflegung.

    Es gäbe sicher noch viel zu berichten von den 5 Stunden auf Heikos Stand. Auf ein baldiges Wiedersehen demnächst in Schleswig-Holstein.

    Mehr Infos und Kontaktmöglichkeiten in unserem Imkerforum Nordbiene. Herzlich Willkommen.

    LG

    Kai